Schimmel und Ignoranz im Westend Ottensen

  • Nach dem Einzug im September 2013 in dieser Anlage (Haus Nr. 22) traten bei mir gesundheitliche Beeinträchtigungen auf, die ich mir nicht erklären konnte. Zunächst diffuse Dinge wie schlechter Schlaf, Müdigkeit, häufige Infekte – all das kannte ich vorher nicht. Später gipfelte das in echte asthmatische Beschwerden, was ich als Laie auch zunächst nicht zuordnen konnte (man gewöhnt sich schnell an Brustenge und bemerkt sie nicht mehr so richtig). Nachdem die Ärzte alle Ursachen ausgeschlossen haben, bestellten wir einen Gutachter. Dieser hat festgestellt, dass unsere Wohnung großflächig mit Schimmel befallen ist. Wenn man sich informiert entdeckt man schnell, dass die Symptome genau dazu passen. (Z.B. >hier<)
  • Wir konnten diesen Schimmel nie sehen oder anders bemerken. Ursächlich schien eine unsichtbar defekte Armatur und ein Feuchtigkeitsschaden, der über viele Monate unsichtbar bestand. Diesen bemerkten wir erst im Februar 2014, weil sich eine Fußleiste löste – Wasser war aber auch da noch nicht zu sehen, auch kein Geruch. Später kam heraus: Die Wand war über die Monate regelrecht vollgelaufen, die Feuchtigkeit fraß sich (ebenfalls unsichtbar durch den Boden) bis in andere Räume und in Nachbarwohnungen, insbesondere unter uns. Aber: Mittlerweile wissen wir, dass es laut Gutachten mehrere Schimmelherde gibt, die möglicherweise unabhängig von dem einen Schaden sind. Es ist also von einem größeren Problem auszugehen.
  • Das Haus hatte offenbar schon 2014 ein Feuchtigkeitsproblem, denn auch unser und andere Balkone waren vor Kurzem renoviert worden, weil der Putz durch die Feuchtigkeit abbröckelte. (Beweis: u.a. Mail von Mine Özel vom 19.05.2014).
  • Aktuell vom 01.12.: Nach Gesprächen mit mehreren weiteren Mietern sowie eines Unternehmers, der beim Bau der Anlage beteiligt war, berichten auch andere von Schimmelbefall in ihren Wohnungen oder Gewerbeflächen – ein weiterer Hinweis darauf, dass hier ein generelles Problem in der gesamten Anlage vorliegen könnte.
  • Ich hab als vorher gesunder Mensch ohne jedes Asthma nun starke gesundheitliche asthmatische Beschwerden. Auch habe ich seit Monaten ständig Infekte, was ich vorher auch nicht mal ansatzweise so oft hatte. Das passt zu den Symptomen bei Schimmelbefall, auch wenn sich das medizinisch kaum eindeutig nachweisen lässt. Nicht auszudenken, was ein solcher Schimmelbefall bei Kindern oder bereits Kranken auslösen könnte.
  • Das Schlimmste: Wir selbst mussten ständig aktiv werden: Anfangs hieß es, das sei ein reiner Feuchtigkeitsschaden. Ein einziges freistehendes Gerät wurde drei Wochen lang aufgestellt (mittlerweile wissen wir, wie unglaublich unsinnig das fachlich gesehen ist) und uns wurde mitgeteilt, dass der Schaden nun behoben sei. Die Wand sollte schon wieder zugemacht werden!
  • Wir als Laien waren aber skeptisch und beauftragten wie o.g. den Gutachter – der machte anfangs ein Foto durch das Loch in der Wand und stellte bereits damit einen riesigen großflächigen Schimmel fest (siehe unter Fotos)! Allein an dieser einen Wand – da das Wasser aber bekanntlich schon sonstwo hingelaufen war, musste auch der Schimmel schon verbreitet sein! Den Vermieter interessierte das offenbar nicht – bis heute ein großes Rätsel: Wie kann es einem egal sein, wenn das eigene Haus verfault? Der Gutachter nahm außerdem professionell Proben, die später den Schimmelbefall bewiesen.
  • Dann wurde die Firma Sprint beauftragt. Uns wurde gesagt, dass sie auch mit einer Schimmelsanierung beauftragt wurden, was aber offenbar nicht stimmen kann (siehe unten). Sie wurden in Wirklichkeit möglicherweise nur zur erneuten Trocknung beauftragt. Definitiv hat jedenfalls keine fachgerechte Schimmelsanierung stattgefunden (der Gutachter sagte, dass dazu allein die Möbel intensiv mit Atemschutzmaske usw. gereinigt werden müssten und Kernbohrungen vorgenommen werden müssen). In der Realität wurden aber nichtmal einige definitiv befallenen Wände abgetragen bzw. geöffnet – einzig die Wand in der Dusche! Als wir zu Besuch in unserer Wohnung waren, sahen wir nur zeitweise einen Handwerker, der weder mit Schutz noch mit sonstigen Geräten anwesend war. Egal wer: Die nicht erfolgte Sanierung ist eine Unverschämtheit, da dem Vermieter bekannt war, dass ich bereits Asthma bekommen habe. Das Ganze zog sich über 8 Wochen hin, in denen wir unsere Wohnung nicht bewohnen konnten und ins Hotel ziehen mussten. Die Kosten dafür (12.000 EUR!!) mussten wir privat auslegen – Entgegenkommen des Vermieters: Null. Diese waren schon stolz darauf, dass sie uns von sich aus für die Monate die Miete erließen.
  • Mit den Details des Ablauf verschonen wir Sie nun, aber glauben Sie uns: Sowas Unprofessionelles haben wir noch nicht erlebt. Stunden über Stunden mussten WIR uns um die Handwerker kümmern, die Termine nicht einhielten, Arbeiten nicht fertig bekamen usw. Wir mussten unverschämte Gespräche mit den Mitarbeitern des Vermieters aushalten (die wir vorher für unglaublich freundlich hielten und die auch immer sehr menschlich auftraten). Wir würden übertreiben usw, hieß es u.a. durch Marion Lülfing und Mine Özel. Handwerker hinterließen unser Bad mit Fäkalien bespritzt (siehe Fotos), woraufhin uns Frau Lülfing ein neues WC zusagte – auch das passierte natürlich nicht. Und so weiter.
  • Nachdem das Ganze dann im Juni (!!), also nach 3 1/2 Monaten endlich abgeschlossen wurde, dachten wir, dass wir es nun endlich überstanden haben. Ich habe aber während des Sommers weiterhin die Beschwerden gehabt und ständige Infekte. Psychische Ursachen waren auszuschließen, da ich ja zu dem Zeitpunkt an die Sanierung glaubte. Daraufhin ließen wir Ende Oktober nun einen anderen unabhängigen Gutachter kommen, der auch die Raumluft prüfte. Ergebnis: Extrem hohe Belastung durch Schimmelsporen! Wohlgemerkt: Nicht nur in irgendeiner Wand, sondern in der Raumluft, die wir Tag für Tag atmen!!
  • Nun wurden wir neugierig und entschlossen uns, trotz der angesammelten riesigen Kosten, noch einen anerkannten Schimmel-Spürhund zu beauftragen. Dies ist die einzige gerichtlich anerkannte Möglichkeit, Quellen für versteckten Schimmel aufzuspüren. Dieser schlug nun nicht nur – wie erwartet – im Bad und den anderen bekannten Räumen an – sondern u.a. auch an allen (!) Fenstern, die weit von dem Schaden entfernt sind! Wichtig auch: Der Hund zeigt nicht Schimmelsporen an, sondern Gase, die durch aktive Schimmelherde entstehen – also Pilzkulturen, die weiter wachsen! Naheliegende Schlussfolgerung: Es muss weitere Feuchtigkeitsprobleme geben.
  • Da der Vermieter und seine beauftragten Unternehmen so unprofessionell vorging, uns teilweise falsche Tatsachen erzählte und bis heute keine fachgerechte Sanierung stattgefunden hat, können wir uns kaum mehr vorstellen, dass so etwas Ähnliches in dieser Anlage nicht auch anderswo vorkommt, mindestens aber in Haus 22. Vor allem weil ja anfangs nichts zu sehen war!
  • Aus unserer Sicht, sollte man das unbedingt prüfen lassen. Aus unserer Erfahrung können wir sagen: Trauen Sie den Aussagen des Vermieters nicht! Auch wir glaubten die ganze Zeit, einen guten menschlichen und ehrlichen Draht zu denen, insbesondere zur Prokuristin Marion Lülfing, zu haben und liebten unsere Wohnung – das Ergebnis sieht man nun. Und das menschlich Verwerflichste: Obwohl völlig unstrittig ist, dass die Armatur defekt war, wollte Löwenstein über deren Anwalt dann auch noch uns das in die Schuhe schieben! Unter anderem mit dem bekannten Standard-Argument, dass wir unser Bad nicht lüften. Dummerweise hat unser Bad überhaupt kein Fenster, sondern eine vom Vermieter gesteuerte Lüftungsanlage. Und ansonsten haben wir die ganze Nacht aus eigenen Vorlieben mehrere Fenster offen.
  • Von Seiten des Vermieters – sowohl Marion Lülfing und Mine Özel von Löwenstein sowie Michael und Jana Thies von KIM Immobilien – erfahren wir, seit wir Druck gemacht haben, nur noch Ablehnung, Arroganz und Ignoranz. Unsere fristlose Kündigung wurde zunächst (natürlich) zurückgewiesen, eine Woche später dann doch akzeptiert, aber einen Termin für die nachweislich vorhandenen Schimmelquellen wurde nicht einmal angekündigt.
  • Das Gesundheitsamt ist ebenfalls informiert – leider ist von hier aus nur selten Hilfe zu erwarten, aber in diesem recht eindeutigen Fall könnte das durchaus passieren. Termin zur Begehung ist am 8.12.
  • WIR WÜRDEN EMPFEHLEN, vorsichtig mit Vertrauen zu sein und selbst zu prüfen – wir haben insgesamt 8 Monate vertraut und immer wieder fast schon unangemessen entgegenkommende und freundliche Mails geschrieben (wir können unzählige vorlegen). Uns wurde ständig „fachmännische Arbeit“ bestätigt. Das Ergebnis sehen Sie in den 3 voneinander unabhängigen anerkannten Gutachten, die wir ebenfalls gern zeigen. Es erscheint daher sinnvoll, zumindest für ca 200-300 EUR ein grobes Gutachten (z.B. mit Spürhund) zu beauftragen, um zu schauen, ob auch in Ihrer Wohnung etwas vorhanden ist. Anschließend wäre dann eigentlich der Vermieter zuständig und verantwortlich – in der Praxis hat zumindest uns das aber leider auch nichts gebracht. Außer Kosten, Ärger, Zeitverschwendung und möglicherweise sogar eine Krankheit.
  • Adressen für Gutachter können Sie bei Interesse auch von uns bekommen, wir sind in diesem Jahr leider unfreiwillig halbe Experten auf dem Gebiet geworden.
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